Tabletten by Thomas Siepmann pixelio.de

Wie üblich sind die Arztpraxen deutschlandweit nach den Feiertagen derzeit gut gefüllt. Ein wesentlicher Unterschied besteht jedoch im Vergleich zu den vergangenen Jahren: Die Patienten müssen für ihre Behandlung keine zehn Euro Praxisgebühr mehr mitbringen. Zur Freude der Patienten, der Ärzteschaft und letztlich auch der Krankenversicherungen hatte sich die Politik mit Zustimmung aller Parteien für die Abschaffung der Praxisgebühr ab dem 01. Januar 2013 entschieden.

 

Von allen Seiten ist aktuell Lob für den Wegfall der Praxisgebühr zu vernehmen. Die Patienten freuen sich, dass sie nicht länger zehn Euro pro Quartal entrichten müssen, die Ärzte sind dankbar für den Wegfall des bürokratischen Aufwands und auch die Krankenkassen haben angesichts der fehlenden Steuerungsfunktion der Praxisgebühr keine Einwände gegen deren Abschaffung. Die Praxisgebühr war von Anfang an insbesondere unter sozialen Gesichtspunkten heftig umstritten. Denn einige Patienten sind nicht dazu in der Lage, zehn Euro jederzeit aufzubringen. Sie müssen ihre Arztbesuche zeitlich verschieben, was erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben kann, da durch die Verzögerungen der Diagnose entsprechend später mit der Behandlung begonnen wird. Derartige Verzögerungen verursachen nach Einschätzung der Experten Folgekosten, die einen Teil der Mehreinnahmen durch die Praxisgebühr bereits wieder aufzehren.

Quelle: Gesundheit Adhoc / ABDA

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